Wie gefährlich ist Elektrosmog für die Gesundheit?

Das Thema Elektrosmog wurde in letzter Zeit immer öfter aufgegriffen, gerade weil der Ausbau des 5G-Netzes in Deutschland rasant ansteigt. In Deutschland sind mittlerweile schon über 53% der gesamten Fläche mit dem neuen Mobilfunknetz ausgestattet. Doch wie wirken sich elektromagnetische Felder eigentlich auf die Gesundheit aus?

Elektrosmog

Was bedeutet überhaupt 5G?

Der mobile Datenverkehr ist in den letzten Jahren rasant angestiegen. Auf ca. 83 Millionen Einwohner in Deutschland kommen 130 Millionen Smartphones. All diese Menschen wollen uneingeschränkten Zugang zum Internet haben, ob von Zuhause oder von unterwegs. Anhand dieses extremen Plus der Nutzung von digitalen sowie mobilen Medien gibt es das neue 5G-Netz. Das „G“ steht hierbei für die neue Generation des Mobilfunknetzes, in diesem Fall ist es bereits die fünfte Generation. Damit lassen sich schnellere Datenübertragungen gewährleisten, die heutzutage unter anderem für Industrie und Wirtschaft essentiell sind.

Ein Netz aus elektromagnetischen Strahlungen

Gegenwärtig ist es fast unmöglich, elektromagnetischen Strahlen auszuweichen, da sie sich überall befinden. Zum Beispiel in Form von Radioweckern, Waschmaschinen, Mikrowellen oder Elektroherden. Aber auch hochfrequentierte Felder (Radio- und Fernsehsender, Mobilfunkmasten sowie die Basisstationen von schnurlose Telefone) umgeben uns non-stop. Jedes elektrische Gerät im Büro oder bei Ihnen Zuhause sendet unablässig elektromagnetische Strahlen. Besonders strahlenintensiv sind die Basisstationen von schnurlosen Telefonen. Gerade dann, wenn mehrere Telefonanschlüsse daran gekoppelt sind. Auch Bluetooh-Verbindungen sowie WLAN-Stationen senden zusätzlich Strahlung aus.

Große Kaufhäuser verfügen z.B. über Diebstahlsicherungsanlagen, die unablässig elektromagnetische Strahlung aussenden. In Hotels, auf Bahnhöfen und in Messehallen sind WLAN-Hotspots nichts Ungewöhnliches mehr. Allein in Deutschland gibt es 45 Millionen WLAN-Anlagen für den drahtlosen Internetzugang. Und wir als Einwohner sind mittendrin in dem Strahlennetz.

Krank durch Elektrosmog

Die diversen Strahlungen, die uns täglich treffen, werden im modernen Sprachgebrauch als Elektrosmog bezeichnet. Sie sind unsichtbar, geräuschlos sowie geruchslos – aber sie sind stets vorhanden. Viele Studien belegen mittlerweile Zusammenhänge zwischen Erkrankungen und Elektrosmog. Betroffen sind Menschen, Tieren und sogar Pflanzen, bei denen bereits Zellfunktionsstörungen und Wachstumsveränderungen nachgewiesen werden konnten.

Wird bei der Strahlung ein bestimmter Grenzwert überschritten, kann es zu körperlichen Störungen kommen, wie beispielsweise im hormonellen Bereich. Schwankungen der Hormone Melatonin, Östrogen, Testosteron sowie Progesteron sind aufgrund von Elektrosmog möglich. Dabei regeln diese Hormone essentielle Abläufe im Organismus und kleinste Abweichungen sorgen für folgenschwere physiologische Veränderungen.

Zum Schutz der Bevölkerung gibt es in der EU daher einen festgelegten Grenzwert. Dieser wird ausschließlich anhand der thermischen Wirkung der Strahlen festgelegt. Demnach sind max. 2 Watt pro Kilogramm Körpergewicht in Mobilfunkgeräten erlaubt. Fehlgeburten, Missbildungen sowie Autismus und Alzheimer werden als Auslöser mit Elektrosmog in Verbindung gebracht. Elektromagnetische Strahlen wirken sich zudem negativ auf Sinnes-, Muskel und Nervenzellen aus.

Fünf bis sechs Prozent der deutschen Bevölkerung sind elektrohypersensibel. Das bedeutet, sie spüren immense Folgen von elektromagnetischen Feldern. Bei Kontakt mit elektrischen Geräten (z.B. Smartphone) treten Kopfschmerzen, Migräne, Schlafstörungen oder Herzrasen auf. Verbesserung tritt erst ein, wenn die elektrischen Geräte außer Reichweite sind.

Laut WHO ist Elektro-Hypersensibilität übrigens keine anerkannte Erkrankung, da bis dato nicht nachgewiesen werden kann, dass tatsächlich Elektrosmog der Indikator für diese Beschwerden ist. Vielmehr handelt es sich daher um eine Gesundheitsstörung.

Typische Symptome bei einem zu hohen Maß an Elektrosmog sind vielfältig gegeben. Natürlich sind die Beschwerden von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich:

Übrigens stört Elektrosmog auch den Orientierungssinn von Bienen, Brieftauben sowie Fledermäusen.

Unsichtbare Gefahr für Kinder & Jugendliche

Viele Eltern machen sich gar nicht bewusst, wie gefährlich sich Mobilfunkstrahlen auf ihre Kinder auswirken. Schon Kleinkinder halten heutzutage ein Smartphone oder Tablet in der Hand, um Online-Spiele zu spielen. Da die körpereigenen Barriere- und Schutzfunktionen bei Kleinkindern noch nicht vollständig ausgebildet sind, reagieren sie besonders empfindlich auf elektromagnetische Strahlen. Als Folge entstehen langfristige Organschäden, die leider oft irreversibel sind.

Zudem ist bei Kindern verstärkt eine generelle Hyperaktivität bis hin zu ADHS zu beobachten. Hinzu können Lernschwierigkeiten kommen. Unglücklicherweise gehen Eltern vielfach davon aus, dass der Grenzwert in der EU schon seine Richtigkeit haben wird und ihre Kinder somit vor Elektrosmog geschützt sind.

Bei Jugendlichen ist der Kontakt mit Elektrosmog noch höher. Dadurch, dass sie gegenwärtig oft mehr als siebzig Stunden pro Woche online sind. Das sind über acht Stunden täglich, in denen sie sich elektromagnetischer Strahlung aussetzen. Durch die stetig wachsende Digitalisierung sind Kinder und Jugendliche auch in der Schule dem WLAN-Netz dauerhaft ausgeliefert.

Ist der Empfang des Handys beim Telefonieren schlecht, hält man sich das Handy automatisch näher ans Gesicht. Dadurch dringt ein Teil der Strahlung während des Telefonierens in den Kopf ein. Je schlechter der Empfang des Handys übrigens ist, desto höher ist auch die Strahlung.

Tipps zur Reduktion von Elektrosmog

Strahlungsfreie Zonen sind kaum noch vorhanden. Selbst wenn man eine digitale Pause einlegt und in der Natur unterwegs ist, sind zahlreiche Mobilfunkmasten in der Nähe, die dauerhaft Strahlen senden und empfangen. Wie können wir also elektromagnetische Strahlen in unserem Leben reduzieren? Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt:

  1. Bei schlechter Verbindung sollte man Anrufe auf dem Smartphone besser verhindern.
  2. Eine weitere Option ist das gute alte Festnetztelefon. Wenn Sie ein schnurloses Telefon mit Funkstation haben, achten Sie darauf, dass das Telefon die Einstellung ECO-DECT plus Standard Auf diese Weise werden elektromagnetische Strahlen reduziert.
  3. Beim Kauf eines neuen Mobilfunkgerätes können Sie sich auf die Absorptionsrate (SAR) konzentrieren. Dieser Wert repräsentiert die Energie, die der Körper anhand von elektromagnetischer Strahlung aufnimmt. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat eine Liste veröffentlicht, in der SAR-Werte für diverse Smartphones stehen.
  4. Zudem gibt es strahlungsarme elektrische Geräte. Vertrauen Sie auf Label wie den Blauen Engel, VDE oder CE-Siegel bei Elektrogeräten sowie MPR- oder TCO-Siegel bei Monitoren.
  5. Weckerfunktionen im Handy funktionieren auch im Flugmodus, sodass Sie das WLAN nachts ausstellen können. Batteriebetriebene Wecker (mit oder ohne Akku) eignen sich allerdings noch besser zur Reduktion von Elektrosmog. Aber Vorsicht vor roten Zahlen bei Weckern: von ihnen geht eine besonders hohe Strahlung aus.
  6. Grundsätzlich können im Haushalt viele elektrischen Geräte abgeschaltet werden. Kleiner Tipp: spart auch viel Strom, wenn die Geräte nicht immer im Standby-Modus sind.
  7. Personen mit Herzschrittmachern sollten zudem unbedingt darauf verzichten, Ihr Smartphone zu sehr in der Nähe des Oberkörpers zu halten.
  8. Beim Kauf von Wohnungen oder Häusern bzw. beim Hausbau sollten Sie aufmerksam Ihre Umgebung checken. Stehen in der Nähe Hochspannungsleitungen oder Mobilfunkmasten? Wie nah beieinander stehen diese?

Verpflichtung des Arbeitgebers bzgl. Elektrosmog

Laut gesetzlicher “Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdung durch elektromagnetische Felder” sind Arbeitgeber*Innen seit dem 19. November 2016 dazu verpflichtet, Angestellte vor Elektrosmog-Strahlen zu schützen.

Anhand von Monitoren, Druckern und Telefonen sind Arbeitnehmer*Innen einer täglichen Strahlung am Arbeitsplatz ausgesetzt. Der/die Arbeitgeber*In hat hier die Pflicht, einerseits auf die Gefahr durch Elektrosmog aufmerksam zu machen und andererseits, geeignete Maßnahmen zur Reduktion von elektromagnetischen Strahlen zu finden. Dies können beispielsweise Flatscreen Monitore sein, die weitaus weniger Strahlung absondern als veraltete Monitore.

Insbesondere Arbeitnehmer*Innen, die metallische Implantate oder Herzschrittmacher tragen, sind vor gesundheitlichen Schädigungen durch den/die Arbeitgeber*In ausdrücklich zu schützen, sofern eine Info bzgl. dieser Körperhilfsmittel vorliegt.

Unsere Therapiemöglichkeiten

Die Folgeerkrankungen von elektromagnetischer Strahlung können wir in unserem Naturheilzentrum gut behandeln. Ob es sich hierbei um ADHS bei Kindern handelt, neurologische Erkrankungen oder chronische Müdigkeit. Auf letzteres, das Chronische Fatigue Syndrom, ist unsere Praxis spezialisiert, sodass wir hier ihr erster Ansprechpartner sind. Aber auch Kopfschmerzen, Migräne oder innere Unruhe können wir auf den Grund gehen und Sie mithilfe unseres vielfältigen Therapieangebots unterstützen.

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