Tinnitus

Tinnitus ist das medizinische Fachwort für jegliche Art von Ohr – und Kopfgeräuschen. Vor allem akute Beschwerden in Zusammenhang mit Schwindel oder sogar Hörverlust werden oftmals beim Arzt behandelt. Fast jeder kennt das Problem Ohrgeräusch, deshalb ist es umso schwieriger zu ermitteln wie Häufig Tinnitus per Definition wirklich vorkommt. Die deutsche Tinnitus Liga führte 1998 eine repräsentative Studie durch, bei der herauskam, dass jedes Jahr 10 Mio. Neuerkrankungen dazu kommen, sich allerdings nur 250.000 davon chronifizieren. Jedoch steigt die Anzahl der Menschen, die an chronischem Tinnitus erkranken jährlich an. In den allermeisten Fällen ist der chronische Tinnitus für den Betroffenen nicht kompensierbar. Der Alltag wird dahingehend in jedem Bereich dadurch belastet. Bei 17% der chronisch Erkrankten lassen sich die Ohrgeräusche selbst durch starken Lärm nicht überdecken. Ohrgeräusche oder Geräuschüberempfindlichkeit sind Symptome eines entweder temporär oder dauerhaft geschädigten Hörsystems.

Die Entstehung, bzw. die subjektive Wahrnehmung eines Individuums von Tinnitus kann viele Ursachen haben. Zum einen können es otologische oder andere somatische Funktionsstörungen sein, psychische und soziale Faktoren oder auch virale (z. B. Epstein-Barr-Virus, Röteln, Masern) und bakterielle Belastungen, aber auch Schwermetallbelastungen können mögliche Ursachen für Tinnitus sein. Wenn sie an Tinnitus leiden finden wir in unserer Praxis bestimmt eine gemeinsame Lösung für ihr Anliegen.

Die Interaktion und die Gewichtung der einzelnen Faktoren sind bisher weitestgehend unerforscht. In einer Studie konnte vor einigen Jahren im Vergleich von kompensierten und dekompensiertem Tinnitus herausgefunden werden, dass es in Bezug auf psychische und psychosoziale, Krankheitsverarbeitung und Komorbidität wesentliche Unterschiede gibt. Die Teilnehmer, die an einem dekompensierten Tinnitus litten, also permanent Ohr– und Kopfgeräuschen ausgesetzt waren, sozial und psychisch schlechter abschnitten, depressiver und wesentlich krankheitsanfälliger waren. Insgesamt war eine sehr hohe Multimorbidität feststellbar, so ist z. B. das Risiko an Herz-Kreislauf Defiziten zu leiden bei dekompensiertem Tinnitus ebenfalls wesentlich höher, viele betroffene klagen außerdem über psychiatrische komorbide Problematiken, wie Ängste, Depressionen, Hoffnungslosigkeit, Gedächtnisstörungen, Konzentrationsprobleme, Ein – und Durchschlafprobleme, etc. Es kann aber auch genau umgekehrt sein, sodass durch z. B. Depressionen, Schlafprobleme, Hörsturz etc., der Tinnitus erst ausgelöst wird. Auch nitrosativer, oxidativer und Neurostress, ausgelöst durch Dysbalancen der Neurotransmitter im Gehirn, können eine Ursache für Tinnitus sein. Wie bereits erwähnt, haben soziale Faktoren – ebenso wie psychische – einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung von Tinnitus. So leiden Menschen mit höhere sozialer Belastungen und weniger sozialer Unterstützung oder bei Unzufriedenheit mit der Unterstützung, stärker/häufiger unter ihrem Tinnitus, als Menschen mit einem ausgewogenen, bewussten Lebensstil.

Therapieansätze und -möglichkeiten in unserer Praxis:

Quellen:

AllergoStop
Autismus und AD(H)S Diagnostik

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Ich habe auch bemerkt, dass ich immer diese Kopfgeräuschen in Ohren habe. Das dauert seit 4 Wochen und es geht von alleine nicht. Ich lasse mich untersuchen, ob ich Tinnitus habe. Danke für den Beitrag über die Ohrenkrankheit.

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