Depressionen

Wer kennt das nicht: Man ist niedergeschlagen, traurig oder hängt trüben Gedanken nach. Jeder hat aufgrund von Verlusten mal eine traurige Phase. Doch meistens vergeht diese von alleine. Hält die Melancholie jedoch zu lange an und bessert sich ohne Behandlung nicht, spricht man von einer Depression.

Ursache und Symptome einer Depression

Eine Depression ist eine schwere seelische Erkrankung. Diverse Umwelteinflüsse oder auch prägende Erlebnisse wie beispielsweise der Tod von Familienangehörigen sowie ein Jobverlust können der Auslöser für eine Depression sein.

Betroffene, die unter dieser Erkrankung leiden, weisen meistens zwei bis drei Hauptsymptome auf. Zum einen herrscht bei ihnen eine tiefe Niedergeschlagenheit. Diese ist fast immer präsent und kann auch durch positive Erlebnisse im Alltag nicht verändert werden. Zum anderen leiden Betroffene unter einer inneren Leere und an Interessensverlust. Patienten, die unter Depressionen leiden, können weder Freude noch andere Gefühle empfinden. Im Grunde genommen sind sie gefühlstot. Zudem besteht keinerlei Bedarf an sozialen Kontakten. Das Leben erscheint hoffnungslos und viele Betroffene verlieren den Willen zum Leben. Dann besteht akute Suizidgefahr.

Antriebslosigkeit sowie Müdigkeit gehört zu den klassischen Hauptsymptomen einer Depression. Viele Betroffene sind sowohl geistig als auch körperlich immerzu erschöpft. Alltägliche Aufgaben werden daher meistens zu einer Herausforderung. Selbst morgendliches Aufstehen ist ein hoher Kraftakt. Einige Patienten verlassen ihr Bett gar nicht mehr. Andauernde Müdigkeit wird demnach zu einem Normalzustand.

Nebensymptome einer Depression

Eine Depression hat viele verschiedene Gesichter und dementsprechend sind auch die Symptome sehr vielfältig. Betroffene leiden zum Beispiel unter:

  • Schlaflosigkeit
  • Starke Selbstzweifel
  • Schuldgefühle und Selbstvorwürfe
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Starke Unruhe und eine innere Erregtheit
  • Sexuelle Unlust
  • Herz- und Kreislauf-Beschwerden
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Magen-und Darmprobleme
  • Appetitlosigkeit
  • Ein morgendliches Tief

Bei manchen Patienten stehen die körperlichen Symptome so sehr im Vordergrund, dass eine Depression oft nicht erkannt wird. Tritt dieser Fall ein, sprechen Therapeuten von einem somatischen Syndrom. Die körperlichen Beschwerden treten phasenweise auf und klingen mit der Behandlung der Depression nach einiger Zeit von alleine wieder ab. Schwere Depressionen werden zudem manchmal von Wahnvorstellungen begleitet. Dabei handelt es sich oft um Verfolgungswahn als auch um Zwangsgedanken.

Depression bei Männern

Bei Männern werden Depressionen wesentlich seltener diagnostiziert als bei Frauen. Das kann mitunter daran liegen, dass Männer sich ungerne als schwach und angreifbar sehen und daher ihre Beschwerden verheimlichen. Zudem kann sich bei Männern eine Depression in ganz anderen Symptomen äußern als bei Frauen:

  • Männer sind aggressiver und leiden unter einer starken Reizbarkeit.
  • Sie besitzen eine geringe Stresstoleranz.
  • Sie haben eine geringe Impulskontrolle.
  • Sie gehen mehr Risiken ein als gewöhnlich (z.B. schnelles Autofahren).
  • Sie konsumieren mehr Alkohol als sonst.
  • Sie rauchen mehr als sonst.

Maßnahmen gegen eine Depression

Um einer Depression vorzubeugen, ist ein gutes Verhältnis zu Familie und Freunden das A und O. Denn der Mensch ist ein soziales Wesen und benötigt Liebe, Anerkennung, Nähe und Freundschaft. Eine Familie, die einem den Rücken in allen Lebenslagen stärkt, verhilft zu einem starken Selbstbewusstsein und zur seelischen Stabilität. Selbstbewusste Personen erkranken deutlich weniger an Depressionen als ängstliche, gehemmte Menschen.

Selbstgesteckte Ziele zu erreichen sowie ein Lob vom Chef zu erhalten, stärken das Selbstbewusstsein. Wer zudem eine optimistische und positive Lebenseinstellung hat, kann Depressionen gut vorbeugen.

Stress ist allgemein schlecht für das Wohlbefinden. Leidet die Seele ohnehin schon unter Depressionen, verstärkt Stress das Unwohlsein in ein Vielfaches.
Ein vierfaches Risiko an Depressionen zu erkranken haben Schwerhörige. Denn Menschen, die schlecht hören, haben Schwierigkeiten mit anderen zu kommunizieren. Sie fühlen sich daher sozial isoliert. Pro 20 Dezibel Hörverlust steigt die Gefahr mit 45 Prozent an, an Depressionen zu erkranken.

Fakt ist, dass eine Depression eine ernst zu nehmende seelische Erkrankung ist und diese nur schwer im Alleingang zu bewältigen ist. Scheuchen Sie sich daher nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen oder mit Freunden und Familie über Ihre Sorgen zu sprechen.

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