Schlaf

Der Mensch benötigt genügend Schlaf, damit er leistungsfähig und gestärkt in den Alltag gehen kann. Der Schlaf erholt den Geist und den Körper des Menschen, außerdem bildet unser Körper während des Schlafens das Hormon Melatonin. Guter Schlaf ist besonders bei chronischen Krankheiten besonders wichtig. Der Schlaf lässt sich in verschiedene Abschnitte, bzw. Phasen einteilen.

Phasen des Schlafes

Als erstes, wenn wir uns zur Ruhe legen, kommt die sogenannte Einschlafphase. In dieser Phase kommt der Körper zur Ruhe und die Muskeln beginnen sich zu entspannen. Etwa die Hälfte der Schlafzeit verbringt der Mensch in dieser oberflächlichen Phase. Die darauffolgende Phase des Schlafes ist die sogenannte Tiefschlafphase oder auch Non-REM-Phase. In dieser Phase fährt der Körper sich langsam runter, dass heißt, er beginnt mit der Senkung der Atemfrequenz und des Blutdrucks, sowie des Herzschlags und der Körpertemperatur. Zudem findet kaum eine Augenbewegung statt. Diese Phase des Schlafes ist besonders wichtig für einen erholsamen Schlaf.

Auf die Tiefschlafphase folgt eine Phase leichteren Schlafes, welche dann in die Traumschlafphase, den sogenannten REM-Schlaf übergeht. Das „REM“ steht in dieser Phase für: Rapid Eye Movement, welches die schnelle Bewegung der Augen unter den Liedern bezeichnet.  Die Muskeln erschlaffen, aber ein Zucken wie in der Einschlafphase ist nicht mehr möglich. Der Schlafzyklus aller Schlafphasen wiederholt sich während des Schlafens immer wieder aufs Neue. Der Anteil der REM Phasen beträgt zusammen nur etwa 20 %.

Wie entsteht Schnarchen?

Etwa 60 % aller Männer und etwa 40% aller Frauen ab 45 Jahren schnarchen. Dies kann verschiedene Ursachen und Gründe haben, wie z. B. Übergewicht, eine verengte Nase durch Erkältung oder Nasenscheidewandverkrümmung. Aber auch nach Einnahme von Schlaftabletten und Alkohol sowie schlafen in Rückenlage kann Schnarchen begünstigen.

Das Schnarchgeräusch entsteht dadurch, dass die oberen Atemwege, der Teil zwischen weichem Gaumen und Kehlkopf, der aus Muskulatur besteht, im Schlaf erschlafft. Unterkiefer und Zunge fallen zurück und die oberen Atemwege sind verengt. Beim Einatmen wird die Luft nun schneller und mit höherem Druck angesaugt, was zur Vibration und zum Flattern des Weichteilgewebes und den damit verbundenen Schnarchgeräuschen führt. Dieses sogenannte „habituelle Schnarchen“ ist nicht mit Atemaussetzern verbunden. Anders als bei der obstruktiven Schlafapnoe (OSA). Bei dieser Form der schlafbezogenen Atmungsstörung kollabiert der Rachenraum wiederholt während des Schlafens. Die Atmung setzt für kurze Zeit aus, der Kohlendioxidgehalt steigt parallel im Blut an. Eine OSAS liegt vor, wenn pro Stunde mehr als circa zehn Atemaussetzer auftreten. Sollten sie den Verdacht hegen, dass bei ihnen eine Schlafapnoe vorliegen könnte, ist es ratsam ihren Arzt oder ein Schlaflabor aufsuchen zwecks weiterer Abklärung.

Ursachen für Schlafstörungen

Es gibt viele Ursachen für Schlafstörungen, z. B.

  • Probleme, Ängste, Sorgen
  • Medikamente und Genussmittel wie Koffein und Alkohol
  • Stress
  • Schmerzen
  • Traumatische Erlebnisse
  • Schnarchen und Schlafapnoe

Schlaf und Psyche

Schlechter Schlaf wirkt sich nicht nur auf die Psyche des Menschen aus, sondern schwächt auch seinen Körper. Die Gefahr einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden steigt außerdem bei Meschen mit Bluthochdruck an. Besonders gefährdet sind Menschen mit einer Schlafapnoe. Bei ihnen sind gravierende Erkrankungen wie Bluthochdruck oder ein erhöhtes Diabetes Typ 2 Risiko die Folge. Desweiteren kann Sodbrennen, verringerte Potenz und Libidoverlust die Folge sein.

Fünf Wege den Schlaf positiv zu beeinflussen

  1. Nach 18 Uhr sollten sie kein fettiges, scharfes oder schwer verdauliches, sowie blähendes Essen wie Rohkost oder Kohlgemüse mehr verzehren.
  2. Schonen Sie ihre Nerven. Schauen Sie nichts Aufregendes oder Spannendes mehr wie Thriller oder Horrorfilme vor dem Einschlafen. Streit oder ähnlich Belastendes sollten sie ebenfalls vor dem zu Bett gehen vermeiden.
  3. Lüften Sie vor dem zu Bett gehen Ihr Schlafzimmer gut durch. Eine optimale Zimmertemperatur gibt es dafür nicht, da jeder Mensch eine individuelle Empfindung hat. Eine zu hohe Temperatur ist nicht förderlich, da der Körper nicht genügend abkühlen kann und eine zu niedrige Temperatur ebenso, da der Körper sich vor dem Schlafen extra erwärmen muss und so die Einschlafzeit herausgezögert wird.
  4. Die ersten Stunden vor Mitternacht sind erwiesener Maßen die tiefsten und erholsamsten. Gehen Sie also mindestens 2 Stunden vor Mitternacht zu Bett, dann brauchen Sie sich um einen erholsamen Schlaf keine Sorgen mehr zu machen.
  5. Ein fester Schlafrhythmus kann das Einschlafen beschleunigen. Morgens immer zur selben Zeit aufzustehen und abends zur selben Zeit ins Bett zu gehen gewöhnt den Körper an einen festen Rhythmus.

Therapien und Diagnostik

Um das Schnarchen dauerhaft loszuwerden, gibt es viele verschiedene Wege. Ob operativ oder auf traditionelle Weise ist bei jedem unterschiedlich. Unser Neurostress-Laborprofil zeigt neurohormonelle Ursachen und Therapiemöglichkeiten auf. Insbesondere der Serotoninspiegel ist wichtig, da das Schlafhormon Melatonin aus Serotinin entsteht.

Bluthochdruck (Hypertonie)
Angst

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Avatar
    Rebecca Gardner
    3. September 2020 19:41

    Jeder, der mehr zum Thema Schnarchen erfahren möchte, sollte diesen Beitrag lesen! Deshalb werde ich diesen Artikel meinem Partner zeigen. Wir haben neulich darüber gesprochen.

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