Wenn Aluminium krank macht

Aluminium ist nicht nur ein Leichtmetall, sondern auch ein synthethischer Farbstoff zugleich. Es wird als E173 in der Lebensmittelindustrie deklariert (europäische Zulassungsnummer für Lebensmittelzusatzstoffe). Aluminium befindet sich in zahlreichen Lebensmitteln, Medikamenten oder Verpackungen. Versteckt als E-Nummern gelangen Aluminiumverbindungen über die Nahrung in den Körper – und in den Blutkreislauf. Auf lange Sicht kann Aluminium krank machen.

Grenzwerte für Aluminium in Lebensmitteln werden oft überschritten

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFSA) hat einen Grenzwert ermittelt, der einen tolerierbaren Einnahmewert von Aluminium pro Woche definiert. Demnach sollte nicht mehr als 1 Miligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht erreicht werden. Ein Beispiel: Wer 60 kg wiegt, sollte maximal 60 mg Aluminium pro Woche zu sich nehmen. Der Wert hört sich im ersten Augenblick zwar wenig an, allerdings hat Aluminium im menschlichen Körper keine natürliche Funktion. Daher kann Aluminium in großen Mengen biologische Prozesse stören, denn es lagert sich langfristig in Gehirn, Knochen und Lunge an.

Oft kann gar nicht gesteuert werden, wann und wie Aluminium in den Körper gelangt. Es liegt in der Luft, es ist im Leitungswasser enthalten oder es wird mittels Nahrung und Kosmetika im Körper angereichert. Oftmals macht man sich gar nicht bewusst, in welchen Produkten überall Aluminium steckt. Wie häufig wird bedenkenlos Laugengebäck vom Bäcker gegessen? Oder wer macht sich bewusst, welche Inhaltsstoffe im Deo oder in der Sonnenmilch enthalten sind? Selbst die Unterseite eines Joghurtdeckels besteht aus Aluminium und viele Personen lecken den restlichen Joghurt gerne von diesen Deckeln ab.

Aluminium in Deodorants

Antitranspirantien (z.B. Deos) erzielen eine schweißhemmende Wirkung. Diese Wirkung wird mit Hilfe von Aluminiumsalzen erwirkt, die über einen bestimmten Zeitraum die Ausgänge der Schweißkanäle verschließen bzw. verkleben. Gesund ist das nicht, denn schwitzen ist eine natürliche Reaktion des Körpers. Damit wird die Körpertemperatur geregelt und Wärme bei bevorstehender Überhitzung nach außen abgegeben. Sobald sich Mikroverletzungen in der Achselhöhle befinden, z.B. vom Rasieren, gelangen die Aluminiumsalze in die Haut und reichern sich auf diese Weise im Körper an. Wer täglich Antitranspirantien mit solchen Aluminiumbestandteilen benutzt, nimmt bis zu 70% der tolerierbaren Höchstmenge auf.

Bei der Aufnahme von täglichem Aluminium gelten Jugendliche und Erwachsene als besondere Risikogruppe. In dieser Altersgruppe werden neben Deodorants auch häufig Lippenstifte sowie weißende Zahncremes verwendet. In aufhellenden Zahncremes kommen Aluminiumdioxide sowie Aluminiumhydroxide zum Einsatz, um damit einen bleichenden Effekt zu erzielen. Bei täglicher Nutzung einer solchen Zahncreme können erhebliche Mengen an Aluminium im Körper zustande kommen. Magensäurebindende Medikamente (Antazida), z.B. gegen Sodbrennen, enthalten häufig Aluminiumhydroxide. Unter Umständen gelangt das Aluminium so direkt in den Blutkreislauf.

Eine weitere Risikogruppe stellen Säuglinge dar. Wenn junge Frauen während der Schwangerschaft über Kosmetika Aluminium aufnehmen, kann es dazu kommen, dass ungeborene Kinder ebenfalls einer erhöhte Konzentration an Aluminium ausgesetzt sind.

Gefährlicher Genuss von Laugengebäck

Laugengebäck ist eine beliebte Ware beim Bäcker. Damit das Produkt den typischen Geschmack erhält, wird es zuerst in Natronlauge getunkt, um dann auf Aluminium-Backblechen gebacken zu werden. Doch gerade Säure löst Aluminiumsalze aus. Durch die Natronlauge gelangt das Aluminium ins Gebäck und somit in den Körper. Wer nun gar nicht auf sein Laugengebäck verzichten möchte, kann in der Bäckerei nachfragen, welche Backunterlage verwendet wurde. Denn schon Edelstahl-Backbleche oder Backpapier verhindern ein Übertreten von Aluminium auf die Nahrung.

Doch das Leichtmetall befindet sich nicht nur in Backwaren, sondern wird für viele Lebensmittel verwendet. Aluminiumhaltige Verbindungen dürfen beispielsweise in manchen Fertigprodukten als Zusatzstoff hinzugefügt werden:

  • Fertig-Backwaren wie z.B. Aufbackbrötchen
  • Backmischungen
  • Fertigkuchenteig
  • Donuts
  • Waffeln

Aber auch in Schokolade, Kaffee, Gewürzen, Hülsenfrüchte, Gemüse und Getreide können größere Mengen an Aluminium enthalten sein. Wie bereits erwähnt, wird Aluminium unscheinbar dem Verbraucher als E173 deklariert. Es findet sich als silbrig-grauer Farbstoff in Lebensmitteln wieder. Zudem wird E173 gerne für Süßigkeiten als Überzug verwendet, wie z.B. bei Lakritz. Zusätzlich dient es der Dekoration von Feingebäck und Kuchen sowie zur Einfärbung von Kosmetika und Arzneimitteln.

Gesetzlicher Grenzwert wird bei Trinkwasser überschritten

Grundsätzlich haben Wasserwerke die Erlaubnis, Aluminiumsalze als Flockungsmittel in der Trinkwasseraufbereitung einzusetzen. Der gesetzliche Grenzwert von 200 Mikrogramm pro Liter wird hierbei meistens überschritten – tatsächlich bis hin zum 6-fachen Wert. Wer in der heutigen Zeit einen Soda Streamer benutzt, um Leitungswasser mit Kohlensäure zu verfeinern, sollte sich besser einen Wasserfilter besorgen, um Keime und Aluminiumbestandteile herauszufiltern. Andernfalls stellt Mineralwasser eine ideale Alternative zu Leitungswasser dar.

Doch nicht nur die Industrie und Pharmakonzerne verwenden Aluminium in ihren Produkten, sondern die Gefahr geht auch von alltäglichen Gegenständen aus. Wie zum Beispiel von Kochgeschirr. Viele Pfannen haben eine Antihaft-Beschichtung, die aus Aluminium besteht. Oft lösen sich Aluminiumpartikel aus der Beschichtung heraus und gelangen in die Nahrung und somit in den Blutkreislauf. Aufgrund dessen sollte lieber auf Kochgeschirr aus Edelstahl zurückgegriffen werden.

Tipps, die persönliche Aluminiumbelastung gering zu halten:

  1. Am besten achten Sie auf eine natürliche Ernährung frei von chemischen Zusatzstoffen und Pestiziden.
  2. Verwenden Sie traditionelles Kochgeschirr: Porzellan, Steingut, Edelstahl. Kaufen Sie keine Pfannen aus Aluminium, da sich die Antihaftbeschichtung ablösen kann. Produkte aus Gusseisen sind zwar teurer, aber auch langlebiger.
  3. Verwenden Sie am besten keine Aluschalen. Beim Grillen besser auf Mehrweggrillschalen aus Edelstahl setzen oder auf Schalen mit Emaillebeschichtung.
  4. Saure und salzige Speisen sollten nicht in Aluminiumkochgeschirr zubereitet werden.
  5. Essen Sie Laugengebäck nur in einer übersichtlicher Menge.
  6. Statt Aluminiumdosen besser Weißblechdosen kaufen. Insbesondere Fischkonserven bestehen aus Aluminium. Bei der beliebten Sorte „Hering in Tomatensoße“ beispielsweise wird das Aluminium durch die saure Tomatensoße gelöst.
    Tipp: Um den Unterschied beim Einkauf zu merken, kann einfach ein Magnet an die Dose gehalten werden. Aluminium ist nicht magnetisch.
  7. Essen Sie nach Möglichkeit keine Fertigprodukte (Tütensuppe, Soßenpulver) und verzichten Sie insbesondere auf Fertiggerichte in Aluschalen bzw. Alumenüschalen (z.B. „Essen auf Rädern“).
  8. Backpapier auf Aluminiumbackbleche legen oder sich direkt Edelstahlbackbleche zulegen.
  9. Statt Alufolie besser auf Frischhaltefolie, Wachspapier oder Butterbrotpapier zurückgreifen. Frischhaltedosen aus Glas oder Kunststoff halten die Speisen auch frisch.
  10. Mit Farblack (E173) überzogene Süßigkeiten und Kaugummis vermeiden bzw. nur in geringen Mengen essen.
  11. Benutzen Sie aluminiumfreie Deos und Sonnencreme.
  12. Trinken Sie keine Flüssigkeiten aus Tetrapacks.

Studien zu Aluminiumverbindungen bei Alzheimer

Die Alzheimerforschung verdächtigt seit Langem, dass Aluminium ein möglicher Auslöser für diese Erkrankung ist. Denn das Hauptsymptom einer Aluminiumvergiftung ist der Verlust der geistigen Fähigkeit. Demnach stehen Vergesslichkeit und Konzentrationsschwierigkeiten im Vordergrund. Eine zu hohe Aluminiumkonzentration im Körper kann zudem Demenz fördern, da das Leichtmetall sich neurotoxisch auf das Nervensystem auswirkt. Knochenmasseverlust sowie Nieren- oder Gewebeschäden sind ebenso auf Aluminium zurückzuführen.

Gefährliche Verbindung mit Citronensäure (E330)

Kleine Mengen an Aluminium scheidet der menschliche Organismus selbstständig über die Niere aus. Bei Personen mit einer Nierenerkrankung hingegen, reichert sich das Aluminium im Körper an, da die Niere nicht mehr in der Lage ist, den Stoff auszuscheiden. In Kombination mit Citronensäure ist Aluminium sehr gefährlich, denn Zitronensäure überwindet die Blut-Hirn-Schranke. Dies ist eine Barriere zwischen dem Blut im Körper und der Hirnsubstanz. Sie verhindert, dass Substanzen, die für das Gehirn gefährlich werden können, nicht in die Blutbahn gelangen. Die Blut-Hirn-Schranke dient demnach als Filter: kleine fettlösliche Stoffe wie Sauerstoff, Kohlendioxid und Narkosegase überwinden die Barriere und gelangen ins Gehirn. Alle anderen Stoffe werden genauestens kontrolliert und bei schädlichem Einfluss zurückgehalten, um dem empfindlichen Gehirn keinen Schaden zuzufügen. Allerdings kann die Blut-Hirn-Schranke nicht jeden Stoff zurückhalten, sodass doch einige schädigende Stoffe wie Alkohol, Nikotin oder Heroin ungefiltert ins Gehirn vordringen.

Da die Zitronensäure die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann, wird sie vom Gehirn als ungefährlich eingestuft. Leider wirkt die Säure aber als Transportmittel für Metalle, sprich Blei und Aluminium. Wenn Aluminium an das Zitronensäuremolekül andockt, erkennt der Körper es nicht mehr als Fremdstoff. Die Zitronensäure wird ganz normal vom Gehirn verstoffwechselt. Aluminium hingegen bleibt übrig und reichert sich langfristig im Gehirn ab.

Eine hohe Aufnahme von Aluminiumverbindungen kann bei Kindern Entwicklungsstörungen im Gehirn verursachen. Bei Erwachsenen sind Schäden an Nieren, Leber und Knochen nicht auszuschließen. Aluminium im Körper kann ebenfalls oxidativen Stress in Zellen auslösen, sodass diese geschädigt werden. Dadurch ist der Stoffwechsel der Zelle beeinflusst, die Zellen können sich nicht mehr ausreichend mit Energie versorgen und sterben mit der Zeit ab.

Übrigens: die Zitronensäure (E330) ist nicht mit der Ascorbinsäure (E300) zu verwechseln. Es handelt sich hierbei um zwei unterschiedliche organische Säuren. Die Ascorbinsäure ist auch bekannt als Vitamin C und in sehr vielen Früchten enthalten.

Fazit

Es ist wirklich erschreckend, in wie vielen Lebensmitteln und Kosmetika Aluminium heutzutage vorkommt und welche hohen Mengen täglich unbewusst in unserem Körper landen. Daher ist es umso wichtiger, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen und aktiv darauf zu achten, welche Produkte Aluminium enthalten, um diese dann zu meiden.

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