Silent Inflammation

Durch chronische Entzündungen im Körper kommt es zu einer Vielzahl von Folgeerkrankungen.

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Was ist eine Silent Inflammation?

Eine Silent Inflammation ist, wie der Name vermuten lässt, eine stille Entzündung. Das heißt, dass im Körper eine Entzündung entsteht, welche jedoch i. d. R. vom Patienten unbemerkt bleibt. Eine Silent Inflammation hat meistens keine klassischen Entzündungssymptome wie Rötungen, Schwellungen, Fieber oder Schmerzen, sodass sie meist unbemerkt auftritt. Dadurch kann die Entzündung über längere Zeiträume meist unbehandelt im Körper das Immunsystem beanspruchen und schwächen. Durch diesen Dauerstress des Immunsystems fehlt ihm die Energie, um andere Angriffe auf die Gesundheit abzuwehren z. B. virale Belastungen. Aus diesem Grund ist die Silent Inflammation Mitverursacher vieler Krankheiten oder kann diese begünstigen z. B.:

Welche Faktoren fördern eine Silent Inflammation?

Bei der Silent Inflammation werden, wie bei allen Entzündungen, entzündungsfördernde Botenstoffe ausgeschüttet. Zu den entzündungsfördernden Botenstoffen zählt z. B. Interleukin 6, Interleukin 2 und TNF-Alpha. Wenn diese Zytokine überproduziert werden kann dies entweder genetische oder andere sekundäre Ursachen haben.

Stress, Depressionen und Adipositas

Während das Stresshormon Cortisol grundsätzlich entzündungshemmend wirkt, kann bei dauerhaftem Stress eine Cortisolresistenz verursacht werden. Bei einer Cortisolresistenz können Entzündungsprozesse trotz dauerhaft hohem Cortisolspiegel nicht mehr gestoppt werden, wodurch eine Silent Inflammation verursacht werden kann.  Pro-entzündliche Zytokine wiederum aktivieren die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrindeachse und die HSD-Aktivität (Hydroxy-Steroiddehydrogenase Aktivität) im Fettgewebe, was wiederum zu einer Cortisolausschüttung führt. Der hohe Cortisolspiegel hat wiederum keinen positiven Effekt auf den Körper, sondern führt zu einem verstärktem Appetit und somit zur Gewichtszunahme. Fettzellen wiederum produzieren verstärkt Entzündungsstoffe. Somit entsteht ein Teufelskreis zwischen Dauerstress und Gewichtszunahme, der die Silent Inflammation verstärkt.

Infektionen

Bei bakteriellen und viralen Infektionen setzt der Körper als natürliche Reaktion entzündungsfördernde Zytokine frei, so entsteht z. B. Fieber. Wenn die Infektion überstanden ist, baut der Körper die entzündungsfördernden Zytokine wieder ab und beendet somit die Entzündung. Geschieht dies jedoch nicht, können sich die Zytokine weiter ausbreiten und eine Silent Inflammation verursachen.

Zentral bei den viralen Infektionen ist das Epstein-Barr-Virus zu betrachten, da dieses Virus wellenartig immer wieder Auftritt und neue Entzündungen verursacht.

Der Darm

Eine weitere Ursache für die Silent Inflammation kann das Leaky Gut, also ein undichter Darm in dem die Darmabschnitte nicht richtig miteinander verbunden sind, kurz ein löchriger Darm. Durch den undichten Darm werden Nährstoffe und andere Substanzen in das Kreislaufsystem gelassen, die dafür eigentlich nicht bestimmt sind. Die Fremd-Antigene z. B. Gluten setzen im Körper dann pro-inflammatorische Zytokine frei, durch die eine Silent Inflammation entstehen kann.

Weitere Ursachen

Neben den bereits beschriebenen Ursachen für die Silent Inflammation können auch Umweltfaktoren wie Umweltgifte (z. B. Zigarettenrauch), übermäßiger Alkoholgenuss und Schwermetallbelastungen Ursachen sein.

Diagnostik und Therapie

Um einer Silent Inflammation auf die Spur zu kommen, führen wir verschiedene Laboruntersuchungen durch in denen wir u. a. die Entzündungsbotenstoffe messen. Wenn Sie eine Silent Inflammation haben behandeln wir die Entzündungen mit verschiedenen Therapeutika.

Des Weiteren betreiben wir eine umfassende Ursachenforschung und -behandlung, um der Silent Inflammation entgegenzuwirken.

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