Erkältung? Grippe?

Es kommt auf die Abwehr an! Wie Sie sich in Grippe- und Erkältungszeiten schützen können

Ob Erkältungs- und Grippe-Viren krank werden lassen, hängt von den Abwehrkräften und damit vom Immunsystem ab. Auch wenn man im Alltag eine Grippe mit einer Erkältung häufig gleich setzt gibt es bedeutende Unterschiede.

Grippe oder Erkältung?

Die Abgrenzung, ob man an einer Grippe oder einer Erkältung leidet ist nicht immer einfach. Bei einer Grippe treten die Krankheitszeichen meist plötzlich auf. Bei Erkältungen beginnen die Symptome meist langsamer.  Abgeschlagenheit und Müdigkeit sind bei der Grippe deutlich ausgeprägter als bei Erkältungen. Daneben kommt es bei einer Grippe oft zu starken Kopf- oder Gliederschmerzen und hohem Fieber (mindestens 38,5°C, oft über 40°C).

Was ist eine Grippe (Influenza)?

Eine Grippe ist eine Erkrankung, ausgelöst durch das sogenannte Influenza-Virus. Man unterscheidet zwischen Influenza-Viren des Typs A, B und C. Am häufigsten und gefährlichsten ist jedoch der Influenza-Virus Typ A. Dieser ist weltweit verbreitet und verändert sich stetig, was eine Vorbeugung so schwierig macht, da Impfsera immer nur aus dem bereits vorhandenen Virenmaterial hergestellt werden können.

Die Grippeviren sind nur wenige Tausendstel Millimeter groß. Sie befallen Schleimhautzellen u. a. in der Nase, Hals- und Atemtrakt, wo sie sich vermehren. Verbreitet werden die Grippeviren durch Tröpfcheninfektionen. Das kann beispielsweise geschehen, wenn eine erkrankte Person niest. Grippeviren können bis zu mehrere Stunden außerhalb des Körpers überleben, besonders bei niedrigen Temperaturen können sie dies sogar noch länger. Kommen die Hände in Kontakt mit Gegenständen, auf denen sich Tröpfchen befinden können (z. B. Türklinken oder Haltestangen in Bussen) und fasst man sich anschließend damit an die Nase oder andere Schleimhäute, ist eine Infektion ebenfalls möglich.

Erkrankte Personen sind meist ab dem ersten auftreten von Symptomen etwa fünf bis sieben Tage lang ansteckend.

Was ist eine Erkältung bzw. ein grippaler Infekt?

Eine Erkältung ist eine Infektion der oberen Atemwege ausgelöst durch Bakterien. Diese kann Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und Heiserkeit sowie fast jede beliebige Kombination dieser Symptome zur Folge haben. In der Regel dauert eine Erkältung ca. drei bis sieben Tage und sollte nach zwei Wochen ganz abgeklungen sein. Abweichungen davon sind jedoch möglich.

„Zieh dich wärmer an, sonst bekommst du noch eine Erkältung“- diesen Satz hat wohl jeder noch von seinen Eltern im Ohr. Studien zeigen zwar, dass Kälte einen Schnupfen wohl begünstigen kann, dies hängt allerdings mit der Schwächung des Immunsystems durch Unterkühlung zusammen. Stress, Schlafmangel und andere Krankheiten sind außerdem weitere Risikofaktoren für Erkältungen.

Es kommt auf die Abwehrkräfte an!

Unser Immunsystem

Unser Immunsystem ist die natürliche Abwehr des Körpers. Es verfügt über verschiedene Abwehrmöglichkeiten uns vor Viren und anderen Krankheitserregern zu schützen.

Freie Radikale- Die Spezialwaffe des Immunsystems

Eine besonders effektive Waffe unseres Körpers ist die Bildung freier Radikale. Das Problem hierbei ist, dass freie Radikale nicht nur die Viruszellen angreifen, sondern auch die körpereigenen Zellen schwächen. Zum Schutz dieser Zellen trägt u. a. Vitamin C bei, weshalb der Körper gerade zu Beginn einer Virusinfektion besonders viel Vitamin C verbraucht. Nützlich können hier Vitamin C Hochdosisinfusionen sein, die die Abwehr des Körpers vor, während und nach der Infektion stärken.

Die zelluläre Abwehr

Die Abwehrzellen (Leukozyten= weiße Blutzellen) entwickeln sich in unserem Knochenmark aus Stammzellen.
Zu diesen Abwehrzellen gehören:

  • Fresszellen: sie spüren Antigene auf und zeigen sie anderen Zellen des Immunsystems, damit im Ernstfall eine Immunreaktion in Gang kommt.
  • T-Helferzellen erkennen Antigene und können B-Zellen und T-Killerzellen aktivieren.
  • T-Killerzellen zerstören auf Befehl virusinfizierte Zellen und Tumorzellen.
  • Natürliche Killerzellen greifen unspezifisch virusinfizierte Zellen und Tumorzellen an.
  • B-Zellen produzieren auf Anforderung Antikörper zur Bekämpfung von Krankheitserregern.
  • Mastzellen sind Abwehrzellen gegen Parasiten. Sie sind insbesondere an allergischen Reaktionen beteiligt.

Bei Erkältungen und Grippe kommen nicht alle Abwehrzellen zum Einsatz.

Mittels verschiedener Labordiagnostiken können wir den Status ihres Immunsystems bestimmen und durch eine maßgeschneiderte immunstimulierende Therapie unterstützen.

Auch nach der Grippe ist das Immunsystem wichtig!

Amerikanische Forscher haben mit Hilfe eines Maus-Modells herausgefunden, dass Grippen häufig mit lebensbedrohlichen Folgeinfektionen einhergehen. Die Ursache: Grippeviren können das Lungengewebe schädigen. Dies löst dann eine Stressantwort im Körper aus und unterdrückt die Abwehrreaktion, die das Immunsystem normalerweise gegen eine Infektion mit Viren oder Bakterien einleiten würde. Deshalb können sich Krankheitserreger nach einer Grippe sehr viel einfacher einnisten, vermehren und ausbreiten als sonst. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig das Immunsystem nicht nur als Prophylaxe vor einer Grippe oder Erkältung zu stärken, sondern es auch wieder aufzubauen, wenn der Infekt überwunden ist.

Die Grippe Impfung

Gegen Grippe kann man sich beim Arzt impfen lassen. Da die Grippe-Viren sich leicht verändern, wird der Impfstoff jährlich an die jeweils prognostizierten Grippevirus-Varianten angepasst. Die Impfung schützt gegen die drei bzw. vier Grippevirus-Varianten, von denen erwartet wird, dass sie am stärksten verbreitet sein werden. Die Wirksamkeit der Grippe-Impfung hängt auch vom Zustand der körpereigenen Abwehr ab. Arbeitet das Immunsystem nicht zuverlässig kann der Körper sogar durch die Impfung an sich, also an den abgeschwächten Viren im Impfserum selbst, erkranken.

Grippe- und Erkältungsprophylaxe

  • Checken Sie Ihren Immunstatus und stimulieren Sie Ihr Immunsystem.
  • Nehmen Sie ausreichend Vitamin C zu sich, z. B. durch Vitamin C Hochdosisinfusionen, Obst alleine kann dies nicht leisten.
  • Kleiden Sie sich der Witterung entsprechend.
  • Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft.
  • Sorgen Sie für eine gesunde Darmflora.
  • Sorgen Sie für warme Füße z. B. durch Fußbäder.
  • Ernähren Sie sich vitamin- und mineralstoffreich.
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