Weltfrauentag 2021

Keine Kommentare

Heute ist Weltfrauentag. Vor 100 Jahren hat die deutsche Frauenrechtlerin Clara Zetkin sich für die Rechte der Frauen eingesetzt. Damals ging es um das aktive Wahlrecht von Frauen sowie um die aktive Beteiligung in einer politischen Partei oder Gewerkschaft. Das weibliche Geschlecht wurde damals ausschließlich auf die Kindererziehung und die Haushaltsführung reduziert. Somit lebten Frauen stets im Schatten ihres Ehegatten. Bis 1958 durften Frauen ohne die Erlaubnis ihres Ehemannes kein eigenes Bankkonto eröffnen. Für uns Frauen heutzutage unvorstellbar! Bis 1977 durften Frauen ohne Genehmigung ihres Mannes nicht selbstständig arbeiten gehen. Sogar bis 1997 war eine Vergewaltigung in einer Ehe keine Straftat!

Dank des Weltfrauentages, an dem Millionen Frauen weltweit für ihre Rechte einstehen, gelingt es uns Frauen nach und nach, all diese Forderungen in die Tat umzusetzen. Seit 1911 hat sich demnach eine Menge getan. Aber eben noch nicht genug.

Deswegen werden wir auch heute wieder für unsere Rechte kämpfen. Ganz oben auf der Agenda steht die Gleichberechtigung von Frau und Mann. Demnach erhalten Frauen gegenwärtig in gleichen Positionen immer noch weniger Gehalt als Männer. Trotz erreichter Frauenquote sind immer noch viel zu wenige Frauen in deutschen Chefetagen vorhanden. Frauen haben immer noch geringere Karrierechancen als Männer. Zudem erhalten Frauen eine viel geringere Rente als Männer. Ungerecht? Und ob. Nicht zu vergessen: die MeToo-Debatte bzgl. sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.

Aber im Gegensatz zur Erfüllung der Frauenquote ist häusliche Gewalt, die immer noch (und gerade in der Pandemiezeit verstärkt) ausgeübt wird, ein ganz anderes Kaliber. Hinzukommt, dass in manchen Ländern Ehrenmorde, Genitalverstümmelung, Zwangsheirat und Frauenhandel an der Tagesordnung sind. Diese Menschenrechtsverletzungen müssen als aller erstes und sofort aus der Welt geschafft werden – da kann die Erfüllung der Frauenquote ruhig noch ein bisschen warten.

Nichtsdestotrotz können wir unseren Vorverfechterinnen dankbar dafür sein, dass wir heutzutage in den westlichen Ländern die Privilegien Bildung, Selbstständigkeit und Freiheit haben.

Auch wenn noch viel im Kampf gegen die Ungerechtigkeit Frauen gegenüber erreicht werden muss, können wir uns am heutigen Tag selbst auf die Schulter klopfen und sagen: Frau, gut gemacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen